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31.03.20192. Mannschaft

2. Mannschaft 9. Meisterschaftsrunde

Der Sonntag, 30. März 2019 steht nicht nur für den letzten Märztag, auch nicht nur für die letzte Meisterschaftsrunde der Saison, nein, insbesondere steht er für die letzte Runde mit Headcoach Leuenberger an der Seitenlinie.

Wie bereits in einem offiziellen Statement des Vereins früher bekannt gegeben worden, tritt Leuenberger als Coach aus persönlichen Gründen ab. Zu diesem Anlass hat sich die Mannschaft das Ziel gesetzt, wenigstens einmal diese Saison mehr als zwei Punkte zu holen, zu Simis Ehren!

Das Aufgebot gestaltet sich ziemlich einfach. Alle, die wollen und können sind heute auch herzlich zum Spielen eingeladen. Leider sind das dann trotzdem nur sieben Feldspieler und zwei Torhüter. Die Verletzungsliste ist in den vergangenen Wochen nicht kürzer geworden, der verlässliche Viehbauer Uebelhard muss heute einer Firmung beiwohnen und auch Topscorer Ackermann muss seinen Pflichten als Jublaner nachgehen. Diejenigen, die anwesend sind, sind dafür bis in die Haarspitzen motiviert und haben sich professionell auf die Partien heute vorbereitet, die meisten jedenfalls oder sagen wir einige jedenfalls.

Genug Prolog für den Moment, stürzen wir uns in das Spielgeschehen! Heute warten mit Laupersdorf und Oberwil zwei Gegner, die tabellarisch hinter den Gäuern liegen. Zwei Siege sind daher kein utopischer Gedanke, sondern eine realistische Erwartungshaltung!

KTV Laupersdorf vs. UH Kestenholz-Niederbuchsiten II

Das Einlaufen als dürftig zu bezeichnen ist schon fast geschmeichelt. Aber einige Spieler sahen das als positives Vorzeichen «wenn mer schlächt ispele, spele mer nächher immer guet!» Mal sehen ob sich das als korrekt herausstellt…

Dass in Laupersdorf am Vorabend noch die Turnerunterhaltung stattfand, könnte zu einem gewichtigen Vorteil für die Gäuer werden. Das Tempo in den Startminuten hält sich jedenfalls ziemlich in Grenzen. Beide Seiten scheinen noch nicht wirklich in Lohn angekommen zu sein. Insbesondere die Offensivabteilung des UHKN ist einfallslos, wenn nicht gar inexistent. Glücklicherweise starten die Laupersdorfer Offensivbemühungen erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit und erzielt kurz vor Schluss noch die 1:0 Führung und den Pausenstand.

Leuenberger versucht die Mannschaft in seiner Ansprache aufzuwecken. Mehr Bewegung, mehr Einsatz, mehr Wille wird verlangt! Die Gegner aus Laupersdorf scheinen eigentlich schlagbar, aber nicht mit der bisher gezeigten Leistung. Die Gäuer nehmen sich aber einiges vor, wollen dem abdankenden Coach doch unbedingt zwei Siege zum Abschied schenken.

Früh in der zweiten Halbzeit muss Henzirohs das zweite Mal hinter sich greifen, aber es ist zu spüren, dass sich die Mannschaft etwas vorgenommen hat. Kurz nach dem Laupersdorfer Treffer zünden die Gäuer in persona von Jordi, Flury und Kohler drehen sie das Spiel und gehen mit 3:2 in Front! Doch auch die Laupersdorfer scheinen nicht umsonst gekommen zu sein, wollen den Sieg und den UHKN in der Tabelle noch überholen. Sie kippen die Partie erneut und holen die Gäuer durch das 4:3 wieder auf den Boden der Realität zurück. Aber Simi peitscht die Mannschaft weiter nach vorne. Kohler, der sich heute vorgenommen hat, 13 Scorerpunkte zu schaffen, um Ackermann vom Thron zu stossen, kann seinen dritten Punkt beim Ausgleich zum 4:4 bejubeln. Jetzt ist es ein offener Schlagabtausch, beide Mannschaften scheinen das Gefühl zu haben, die bessere zu sein und wollen den Sieg um jeden Preis. Schlussendlich scheint es die zahlenmässige Überlegenheit der Laupersdorfer auszumachen, die gäuerische Aufholjagd scheint zu viel Kraft gekostet zu haben und deshalb muss sich Henzirohs noch einmal geschlagen geben. 5:4. Endresultat.

Schade! Hat man sich doch so viel vorgenommen. Statistisch gesehen kann man dafür beruhigt in die zweite Partie gehen, denn bis heute hat man ja immer ein Spiel gewonnen und eines verloren.

Line Up Spiel 1:
Tor: Janick Henzirohs
Linie 1: David Flury ©, Elias Ingold, Stefan Jordi
Linie 2: Manuel Bürgi, Matthias Jäggi, Edwin Kohli, Michael Perriard aka Aggroperry

Ersatz: Lukas Demel

Abwesend: Mario Studer (verletzt), Jerome Kälin (verletzt), Nicolas Erni (verletzt), Patrick Wiemann (verletzt), Joël Ackermann (IS-Kurs), Matias Uebelhard (Firmung), Raffael Erni (Karriereende)

Strafen: Keine

KTV Laupersdorf vs. UH Kestenholz-Niederbuchsiten II 5:4 (1:0)
1:2 Jordi (Kohli), 2:2 Flury (Bürgi), 3:2 Kohli (Jordi), 4:4 Kohli

 

TV Oberwil BL vs. UH Kestenholz-Niederbuchsiten II

Bevor wir uns der zweiten Partie widmen, wollen wir uns noch kurz die Situation in der Scorerliste vor Auge führen. Nach der ersten Partie grüsst immer noch Ackermann mit beeindruckenden 25 Punkten (18 Tore, 7 Vorlagen) aus 14 Spielen von der Spitze! Jordi rechnet sich vom zweiten Platz noch Chancen aus mit 20 Punkten aus 16 Spielen, optimistisch aber möglich. Kohler, der sich Hoffnung auf die Verteidigung der Doppelkrone (letztjähriger Strafenkönig und Topscorer) wird es schwer haben mit 18 Punkten aus 17 Spielen. Für die Strafenkrone könnte es allerdings reichen, dort teilt er gemeinsam mit Jordi und Flury mit mickrigen 4 Strafminuten den 1. Rang. Mal sehen, wer das Rennen macht.

Jetzt gilt es nochmals ernst. Man möchte Leuenberger nicht mit zwei Niederlagen in die Pension schicken! Flury nimmt sich die Mannschaft noch einmal zur Brust und führt vor Augen, wie viel Schweiss und Blut Simi in den Jahren als Trainer in die Mannschaft investiert hat.

Ingold scheint das aber offensichtlich anders zu sehen. In der zweiten Minute gönnt er sich einen sauberen Stockschlag und damit eine verdiente Strafe. Glücklicherweise sind aber nicht aller der Meinung von Ingold und das Boxplay wird stark heruntergespielt und die Gäuer können beginnen, ihr Spiel aufzuziehen. Das tun sie auch! Es geht nicht lange bis ein 3:0 von der Anzeigetafel abzulesen ist. Zuerst zimmert Bürgi einen Freistoss ins obere Eck, darauf folgen Ingold und Perriard mit ihren Treffern. Der UHKN scheint die Partie im Griff zu haben, lassen hinten nichts zu und offensiv sind sie kreativer und dadurch gefährlicher als noch gegen Laupersdorf. Aber dann schleichen sich gegen Ende der ersten Halbzeit noch zwei Unkonzentriertheiten ein und die Gäuer bringen es fertig, die komfortable Führung auf eine 3:2 Führung zu reduzieren.

Bei der folgenden Pausenansprache von Leuenberger wird’s sentimental. Ein letztes Mal, dürfte er seinen Mannen vorhalten, was sie alles falsch gemacht haben. Aber anstatt Kritik zu üben, wählt er lobende Worte, ist zufrieden mit dem Spiel seiner Schützlinge und möchte noch eine Halbzeit sehen, in der jeder das auf den Platz bringt, zu dem er eigentlich im Stande ist. Es ist eigentlich überflüssig zu sagen, dass sowohl Coach selbst wie auch seine Spieler feuchte Augen hatten und es ist schön zu sehen, dass es Leuenberger doch schwer fällt, sich von der Seitenlinie zurückzuziehen.

Mittlerweile haben sich auch noch die restlichen Fans der Gäuer eingefunden, die vor dieser Partie noch in Bern am Swiss Cup Taster – Championship den Niederbuchsiter Lukas Hauri anfeuern durften. Lukas Hauri forderte seine sensorischen Fähigkeiten heraus und verpasste die zweite Runde lediglich um einen Platz! Aber zurück zum eigentlichen Geschehen: Die zweite Halbzeit wird Leuenberger Stolz machen, das darf bereits vorweggenommen werden. Innerhalb von wenigen Minuten stellt der UHKN den 3-Tore-Vorsrprung wieder her, muss dann aber einen kleinen Rückschlag zum 5:3 hinnehmen ehe man das Schlussfeuerwerk zündet. Die Gäuer beginnen sich in einen Rausch zu spielen, lassen die Kugel zirkulieren und den Gegner laufen, genau das, was Leuenberger tagein und tagaus gefordert hat! So ist es wenig überraschend, dass auch das Toreschiessen funktioniert! Jordi, Koller, Flury und Ingold erhöhen die Führung auf ein sensationelles 9:3! Leider hat der Schiedsrichter zuvor noch ein Tor von Aggroperry, der heute übrigens seine Gefühle im Griff hatte, übersehen und so blieb das erste Stängeli der Saison aus.

Leuenberger zeigt sich nach dem Schlusspfiff aber sichtlich stolz und zufrieden als er den Medien gegenübertritt. Viele Worte findet er aber nicht, ist scheinbar noch ein wenig zu aufgewühlt nach der beeindrucken Leistung seiner Jungs. Lediglich ein «Ha dene doch no öpis chöne bibringe…», bringt er über die Lippen.

Zur Feier des Tages und um die Saison ausklingen zu lassen, kehrt die Mannschaft noch i grüen Egge z Solothurn ein. Am Tisch werden schon die ersten Anekdoten zum Besten gegeben, was der Verein unter der Ära Leuenberger alles erleben durfte.

Abschliessend möchten wir alle noch einmal ein herzliches Danke an Simon richten! Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass du uns so lange ausgehalten hast, die meisten hätten wahrscheinlich schon viel früher das Weite gesucht! Schade, dass du uns nicht weiter trainierst, aber wir wünschen dir eine schöne und erfüllende Pension! Danke Simi!

Huch, fast vergessen! Wer darf denn diese Saison zum Topscorer gekrönt werden? Eines vorweg, die Doppelkrone wird diese Saison nicht vergeben!

Betrachten wir zuerst die Strafenstatistik: Überraschend wenige Strafen wurden gegen die Gäuer ausgesprochen, was entweder von grosser Disziplin oder der Grosszügigkeit der jeweiligen Schiris zeugt. Nichtsdestotrotz dürfen sich sage und schreibe drei Spieler den Titel Strafenkönig verleihen und das mit lediglich vier Strafminuten pro Person. Das wären: Stefan Jordi (Rookie), David Flury und Edward Kochli! Herzliche Gratulation (?) an diese Herren!

Spannend ist es am Schluss auch der Spitze der Topscorer-Rangliste geworden. Koller konnte zwar seinen Titel als Strafenkönig behalten, rangiert aber hier nur auf dem vierten Rang. Flury, der seine tor- und assistreichste Saison feiern darf, ist mit 21 Punkten auf dem dritten Rang zu finden. Stefan Jordi, katapultiert sich in seiner ersten Saison als Aktivspieler sofort auf den fantastischen zweiten Rang! 24 Punkte stehen zum Schluss auf seinem Konto und dafür eine herzliche Gratulation! Ackermann, der Jordi im zweiten Spiel von der Tribüne aus verfolgte, bekam schon ein Hodeflattere und bangte um den Titel als Topscorer. Aber ein Punkt retteten ihm den ersten Rang. Ganze 25 Punkte in 14 Spielen skorte Ackermann diese Saison und hat sich die imaginäre Topscorerkrone redlich verdient!

Das wäre es für diese Saison, wir freuen uns bereits auf die kommende, doch zuerst geht es in die wohl verdiente Trainingspause…

Line Up Spiel 2:
Tor: Lukas Demel / Janick Henzirohs
Linie 1: David Flury ©, Elias Ingold, Stefan Jordi
Linie 2: Manuel Bürgi, Matthias Jäggi, Edwin Kohli, Michael Perriard aka Aggroperry

Ersatz: Lukas Demel / Janick Henzirohs

Abwesend: Mario Studer (verletzt), Jerome Kälin (verletzt), Nicolas Erni (verletzt), Patrick Wiemann (verletzt), Joël Ackermann (IS-Kurs), Matias Uebelhard (Firmung), Raffael Erni (Karriereende)

Strafen: Ingold (Stockschlag)

TV Oberwil vs. UH Kestenholz-Niederbuchsiten II 3:9 (2:3)
1:0 Bürgi (Jäggi), 2:0 Ingold (Jordi), 3:0 Perriard (Bürgi), 4:2 Jordi (Ingold), 5:2 Ingold, 6:3 Jordi, 7:3 Kohli (Bürgi), 8:3 Flury (Jordi), 9:3 Ingold (Flury)