2. Mannschaft 7. Meisterschaftsrunde

Matchbericht der 7. Unihockeyrunde vom Sonntag, 4. Februar 2018

 Anlässlich der 7. Meisterschaftsrunde der 2. Mannschaft traf man sich letzten Sonntag in Aarburg. Heute müssen mindestens 2 Punkte her, wenn eine kleine Chance für den Klassenerhalt gewahrt werden will. Wir treffen zum einen auf die punktgleichen Biberister und den im Mittelfeld platzierten Unihockey TV Grosswangen IV. Wie bereits erwähnt wird der heutige Tag wegweisend sein, ob man die 2. Mannschaft in der nächsten Saison in der 4. oder 5. Liga bestaunen darf. Wir möchten euch also nicht länger auf die Folter spannen und steigen sogleich in das erste Spiel gegen Biberist Aktiv ein.

UH Kestenholz-Niederbuchsiten – Biberist Aktiv

Beide Mannschaften sind sich der enormen Wichtigkeit des Spiels bewusst. Dementsprechend geht es ab der ersten Minute zur Sache. Aus dem Abstiegskampf wird gleich in den ersten Minuten eine Abstiegsschlacht. Leider ist der UHKN eher auf Rückzug, als auf Angriff ausgerichtet und somit ist es nicht verwunderlich, dass die Anzeigetafel nach 20 gespielten Minuten eine 4:0-Führung zugunsten der Wasserämter anzeigt.

Der Pausentee ruft. Coach Flury, welcher den selbst im Einsatz stehenden Leuenberger ersetzt, fehlen die Worte. Was will man hier noch tun? Die Verteidigung der Gäuer ist inexistent und die Chancenverwertung miserabel. Hexenmeister Flury kramt einer seiner Zauberformeln hervor. Hoffentlich bringt diese Formel die erwünschte Wendung in der zweiten Hälfte. Die Linien werden umgestellt und die Truppe nochmals eingeschworen.

Die zweite Hälfte beginnt jedoch denkbar schlecht, nämlich mit dem nächsten Gegentor. Anschliessend scheint jedoch die Zauberformel von Flury seine Wirkung zu zeigen. Innerhalb von 6 Minuten werden nämlich 3 Tore geschossen, einmal heisst der Torschütze Uebelhard und zweimal Ackermann. Das spezielle an diesen 3 Toren ist, dass der entscheidende Pass jedes Mal von Bürgi kam. Da wird er seinem Namen als „Vorlagenmonster“ einmal mehr gerecht.

In den nächsten zehn Minuten fallen keine Tore in Aarburg. Es beginnen die Schlussminuten und Flury nimmt ein Time-Out. Es wird besprochen, dass nun noch mehr Risiko eingegangen werden muss, wenn wir in diesem Spiel noch Punkte einfahren möchten. Gesagt getan. Doch jeder Börsenspekulant weiss, bei hohem Risiko ist nicht nur der potenzielle Gewinn höher, sondern auch der mögliche Verlust. Leider trat in unserem Fall letzteres ein und aus dem 2-Tore-Rückstand wird in den letzten Minuten noch ein 4-Tore-Rückstand. Das Schlussresultat lautet 7:3 zugunsten von Biberist.

Nebst einer bitteren Niederlage im Abstiegskampf, war es auch die erste Niederlage unter dem neuen Captain Ackermann. Die Vorzeichen auf den 2. Match vom heutigen Sonntag stehen also denkbar schlecht.

UH Kestenholz-Niederbuchsiten – Unihockey TV Grosswangen IV

Gegenüber vom ersten Match gibt es eine kleine Rochade, denn Headcoach Leuenberger steht wieder an der Bande und Interimscoach Flury streift sich auch das Dress über. Headcoach Leuenberger appelliert nochmals an den Kampfgeist der Mannschaft, denn er weiss, dass wir nur siegen können, wenn leidenschaftlich gekämpft wird.

Steigen wir also sogleich in unser zweites Spiel gegen Grosswangen ein. Leider muss früh ein Gegentreffer nach einem Freistoss hingenommen werden, welcher schlecht verteidigt wurde. Aber weiter geht’s! Gleich im nächsten Angriff passt Kälin auf Kohli, welcher seinem Namen als Topscorer gerecht wird und den Ball in der unteren Ecke zum 1:1 platziert. Die Hoffnung kommt zurück. Leider aber fallen wir wieder in das alte Muster aus dem ersten Match zurück und erhalten innert kürzester Zeit drei Gegentreffer zum zwischenzeitlichen Stand von 1:4. Dies stellt nach den ersten 20 Minuten auch der Pausenstand dar. Die Pausenansprache fällt eher ruhig aus. Die Spieler und Funktionäre wirken sowohl rat- als auch mutlos. Was sollen wir noch tun? Anonyme Beobachter möchten gesehen haben, wie Headcoach Leuenberger aus lauter Verzweiflung gebetet hat.

Wir hoffen schwer, dass Leuenbergers Gebete erhört wurden… Kurz nach Wiederanpfiff steht es schon 3:6. Was ist geschehen? Die Gäuer erhielten zum einen ein weiteres Gegentor zum anderen traf Kohli bereits zum dritten Mal in dieser Partie. Dieser Kohli ist heute echt gut drauf! Wenig später ist es wieder die Linie um Kohli welche die nächsten Treffer erzielt, zuerst Kälin und anschliessend wieder dieser Kohli. Unglaublich was der heute für eine Leistung zeigt! Diese Tore bringen uns bis zu einem 2-Tore-Rückstand wieder heran. 5:7 steht es ca. 10 Minuten vor Schluss. Leider schläft aber auch Unihockey Grosswangen nicht und erhöht mit zwei schön herausgespielten Toren auf zwischenzeitlich 5:9. Die letzten zwei Minuten laufen bereits, als die Gäuer nun mit 4 Mann und ohne Torhüter spielen. Diese Konstellation bringt ihnen zum Schluss noch zwei weitere Tore, welche aber nur noch reine Resultatkosmetik sind. Zuerst Studer auf Flury zum 6:9 und anschliessend nochmals Studer auf Ackermann zum 7:9.

Mit diesen zwei Niederlagen am heutigen Sonntag muss man als Realist sagen, dass es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, in der 4. Liga zu übersommern. Es bleiben zwar noch 4 Spiele, aber daraus müssten mehr Punkte resultieren, als aus den letzten 14 Spielen geholt wurden.

Nach solchen Niederlagen ist nebst der schlechten Mannschaftsleistung auch immer der Trainer in der Schusslinie der Medien, dies wurde speziell deutlich, da kurz nach Spielende die angekündigte Pressekonferenz für Sonntagabend ohne Begründung abgesagt wurde. Es wird gemunkelt es gäbe Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft. Ist das nun billige Propaganda für einen Schweizer Trainer? Nein. In drei Fällen ist der Trainerwechsel Pflicht:

  1. Wenn die Leidenschaft fehlt oder einzelne Spieler ganz offensichtlich nicht mehr mitziehen.
  2. Wenn das Spiel nicht mehr strukturiert ist (volkstümlich: kein System).
  3. Wenn der Trainer sein Charisma verloren hat und er und seine Spieler sich ans Verlieren gewöhnt haben.

Keiner dieser drei Gründe trifft bei der 2. Mannschaft vom UHKN zu. Das sieht auch Sportchef und Vater in Spe, Kevin von Arx, so. Er wird seinen Trainer gegenüber dem kritischen Verwaltungsrat durch alle Böden hindurch verteidigen, lässt er sich zitieren. Auch aus Mannschaftskreisen wird mitgeteilt, dass unbedingt an Headcoach Leuenberger festgehalten werden möchte. Nur Leuenberger selbst, war bis heute für eine Stellungnahme über seine Zukunft nicht erreichbar. Wir werden euch auf dem Laufenden halten, spätestens an der nächsten Meisterschaftsrunde vom 4. März 2018 wissen wir mehr.

Duschenführer:

Natürlich werden wir trotz der verlorenen Partien die Duschen in Aarburg bewerten. Die ganze Mannschaft war positiv überrascht von den Duschen. Sie bieten mehr als genug Platz für die Mannschaft, sowie genügend Abstellfläche für Shampoo und Bier. Leider wird aber dieses Duscherlebnis nicht einen bleibenden Eindruck bei den Spielern hinterlassen. Es ist dahingestellt ob dies an den Duschen oder eher an den schmerzlichen Niederlagen liegt. Wir vergeben für die Duschen dennoch beinahe die Bestnoten von 4.5 goldenen Duschen.

Line Up:

Tor: Erni N.
Linie 1: Erni, Flury, Uebelhard, von Arx
Linie 2: Kälin, Kohli, Studer, Zeltner
Linie 3: Ackermann, Bürgi, Jäggi, Perriard
Es fehlt: Hürlimann (Ferien), Henzirohs (verletzt)

Unihockey Kestenholz-Niederbuchsiten II vs. Biberist Aktiv 3:7 (0:4)
1:5 Uebelhard (Bürgi), 2:5 Ackermann (Bürgi), 3:5 Ackermann (Bürgi)

Unihockey Kestenholz-Niederbuchsiten II vs. Unihockey TV Grosswangen IV 7:9 (1:4)
1:1 Kohli (Kälin), 2:5 Kohli, 3:6 Kohli (Flury), 4:6 Kälin (Uebelhard), 5:7 Kohli, 6:9 Flury (Studer), 7:9 Ackermann (Studer)