5. Meisterschaftsrunde 2. Mannschaft

Matchbericht der Unihockeyrunde vom Sonntag, 15. Januar 2017

Entschuldigt die Verspätung des Matchberichts, aber wir sagen uns lieber zu spät als gar nie. Also blicken wir nun 11 Tage zurück und wollen uns diese beiden Spiele nochmals Revue passieren lassen. Es ist bereits die 5. Meisterschaftsrunde, welche uns ins Luzerner Hinterland nach Schötz führt. Der Slogan des rund 4200-köpfigen Dorfes lautet: …zum Bleiben schön. Na dann hoffen wir, dass unsere Herren für einmal die Schönheit aus den Augen lassen können und die dringend nötigen 4 Punkte einfahren.

TSV Unihockey Deitingen III vs. Unihockey Kestenholz-Niederbuchsiten II

Aufgrund der letzten, wenig erfreulichen Resultate wurden nach der letzten Runde die Linien neu zusammengesetzt. Alle Detailinformationen sind dem „Line-Up“ zu entnehmen. Doch das sind nicht die einzigen Taten, die Leuenberger und der Vereinsvorstand den Ergebnissen folgen liessen. Einerseits brachten sie Patrick Wiemann, einst Topverteidiger bei der ersten Mannschaft, ins „Zwöi“. Wiemann kommt von einer langwierigen Knieverletzung zurück, hat seit sage und schreibe 476 Tagen keinen Ernstkampf mehr bestritten, doch in den Trainings liess er seine Klasse bereits wieder aufblitzen. Weiter konnte man die Gebrüder Hauri aus dem Ruhestand holen. Zum einen konnte das Transferkomitee Thomas Hauri überzeugen, in die Schweiz zurückzukehren, nachdem er seine Karriere in England fortgesetzt hat. Zum anderen lässt Lukas Hauri den Herbst seiner schillernden Karriere in der 2. Mannschaft ausklingen, ähnlich wie ihm das zurzeit viele Fussballer in China mit hoch dotierten Verträgen gleichtun. Leider dürfen wir Lukas Hauri noch nicht auf dem Platz bestaunen, er kämpft mit einer fiesen Zehenverletzung.

Nun wenden wir uns dem Tagesgeschäft zu. Heute kurz und knapp: Nach einem 0:2 Rückstand aus den ersten paar Spielminuten trifft Grütter nach Pass von Wiemann zum wichtigen Anschlusstreffer. Leider erhöhten die Wasserämter ihrerseits den Vorsprung mit zwei weiteren Toren auf 4:1. Reagieren konnte wieder die Linie um Grütter, welcher die Vorlage für von Arx’s zweites Saisontor gab. Stand 4:2 für die 3. Mannschaft der Deitinger. Jetzt kommt endlich einmal die Phase der Gäuer, welche ihre trainierten Spielzüge endlich mal auf den Platz bringen konnten. Uebelhard, welcher unter den Anhängern liebevoll „Hügi“ genannt wird, lässt sich nichts von seinem Trainingsrückstand anmerken und bringt einen Traumpass genau auf die Stockschaufel von Hauri, welcher nur noch einschieben kann. Eben dieser Hauri, alias Dömi, ist auch für das nächste Tor der Gäuer zuständig, welches den Ausgleich zum 4:4 bedeutet. Er zeigt, warum keine Kosten und Mühe gescheut worden sind, um ihn wieder in die Heimat zu holen. Das Zuspiel erhielt er diesmal vom anderen Linienpartner Kälin. Es läuft immer noch die 1. Halbzeit und das Spiel ist an Spannung kaum zu übertreffen! Wahnsinn! Nun verbleiben nur noch wenige Sekunden bis zum Halbzeitpfiff. Abwehrbollwerk Bürgi kann nach einer sehr unübersichtlichen Situation vor dem eigenen Tor, den Ball in Richtung Ackermann wegspitzeln, dieser übernimmt gekonnt, als hätten die beiden nie etwas anderes zusammen gemacht und versenkt den Ball, praktisch mit dem Pfiff, unhaltbar für den Torwart in der rechten unteren Ecke. Halbzeit! Pausenstand 5:4 für unsere 2. Mannschaft.

Gestärkt vom Pausentee trägt sich Grütter in seinem ersten Einsatz nach der Pause, nach Zuspiel von von Arx, zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein. Kann dieses 2-Tore-Polster über die Zeit gebracht werden? Die Antwort lautet erstmal: NEIN! Wir bekamen wieder alles zusehen. Fehler über Fehler. Nach 3 Gegentoren, waren die Herren aus dem Gäu plötzlich wieder 7:6 im Rückstand. Die Spieler des UHKN dachten sich: Was die können, können wir schon lange! Siehe da, Kälin (Uebelhard) 7:7, Kohli (Bürgi) 7:8, Grütter (von Arx) 7:9, Wiemann 7:10. Unglaublich, innert kürzester Zeit schossen sich die Gäuer den Frust, welcher sich aus den letzten Runden angestaut hatte vom Leibe. Eine richtige Befreiung! Eine Randnotiz, dass zum Schluss noch das 8:10 gefallen ist. Einen speziellen Dank geht auch an Wiemann, welcher sich seinen Einstand mit dem 10. Tor ein wenig versüssen konnte. Wir freuen uns auf einen Karton „Männer-Mineralwasser“!

Thomas Hauri nach dem Spiel, als er gefragt wurde, was an Überzeugungskraft geleistet werden musste, um ihn zurück in die Heimat zu holen:  

«Als ich die Nummer von Leuenberger auf dem Display sah, ahnte ich sofort, um was es gehen könnte, ich verfolgte die Spiele stets am TV und wusste, dass die Mannschaft etwas Probleme hat. Ich bin so glücklich, meine Karriere bei einem solch prestigeträchtigen Klub fortzusetzen. Und nein, ich komme nicht wegen des Geldes!»

Das war doch endlich die gewünschte Leistung, welche der Trainer und die Vereinsverantwortlichen von ihren Spielern fordern. Ist das ein gutes Omen für den zweiten Match gegen die Stockfreunde aus Horriwil? Hoffen wir die 2. Mannschaft fährt heute endlich den ersten „4er“, wie man im Unihockeyfachchargon pflegt zu sagen, ein.

Stockfreunde Horriwil vs. Unihockey Kestenholz-Niederbuchsiten II

Vor lauter Freude ab dem Tiki-Taka-Unihockey der Gäuer, haben wir ganz vergessen, dass uns heute leider auch einige Spieler fehlen. Perriard hat’s mit einer Krankheit übel erwischt, Flury muss seinen Pflichten als „Schneeräumer“ nachgehen und Erni verweilt derzeit in den grünen Ferien. Leider hat sich Ackermann in den letzten Minuten des ersten Spiels eine starke Zerrung geholt, was es ihm verunmöglicht sich noch einmal in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Anmerkung der Redaktion: Ob es wohl trotz des schwerwiegenden Ausfalls für einen Sieg reichen wird?

Steigen wir sofort in der 9. Minute ein. Nach einem frühen Rückstand lässt Kälin den Torwart nach Pass von Uebelhard alt aussehen. Zwischenstand nach einem Viertel 1:1. Leider ist das auch gerade einmal das einzige Tor, welches die Gäuer in der ersten Halbzeit Zustandebringen. Ja noch schlimmer, sie erhalten sogar noch 4 Tore, ehe Trainer Simon Leuenberger zur Halbzeitansprache bittet. Nur 2 Minuten nach Wiederanpfiff zeigen Bürgi und Kohli, dass sie die Ansprache des Headcoachs ernst nehmen. Bürgi passt auf Kohli, welcher gekonnt den Torhüter düpiert, 5:2. Die Stockfreunde werden spätestens 14 Minuten später, also in der 36. Minute richtig nervös, als Grütter mit einem herrlichen Schlenzer ab der Mittellinie das zwischenzeitliche 5:3 erzielen kann. Plötzlich sieht es danach aus, als ob die 2. Mannschaft für ihren unermüdlichen Kampfgeist belohnt wird. Leider müssen wir euch aber enttäuschen. Grütter, welcher dank seinen starken Leistungen heute in der Auswahl zum „Spieler der Runde“ steht, leistet sich jedoch noch einen Aussetzer. Ein sauberer Cross-Check bringt ihm eine 2 Minuten Strafe ein. So ist es leider nicht mehr möglich den Rückstand in der verbleibenden Zeit aufzuholen. Da leider unser Box Play zu den schlechtesten der Liga gehört, war es zu erwarten, dass es auch dieses Mal passieren musste. Das Tor zum 6:3 aus Sicht der Horriwiler Stockfreunde, war der endgültige Genickbruch für die Gäuer Truppe. Aber zusammenfassend müssen wir feststellen, dass es wohl eher an der 1. Halbzeit, als an der 2. Halbzeit gescheitert ist. Auch unser Abwehrverhalten konnte nicht durchwegs überzeugen. Als Beweismittel dienen hierzu die Anzahl Torschüsse, sowie die Fangquoten der beiden Torhüter. Die Stockfreunde stehen bei 21 Schüssen auf das Tor der Gäuer, wobei die Gäuer ihrerseits 20 Schüsse auf das gegnerische Tor abfeuerten. Dementsprechend steht Hürlimann bei einer Fangquote von 71.43%, wobei er vom gegnerischen Torhüter mit einer Quote von 85% klar übertrumpft wird.

Dank der 2 Punkte konnte die 2. Mannschaft die unbeliebte Rote Laterne an die Wild Tigers aus Härkingen übergeben. Aber aufgepasst! Man ist immer noch mittendrin im Abstiegskampf. Das direkte Duell, welches in der 9. und letzten Runde stattfinden wird, muss wohl über 4. oder 5. Liga entscheiden. So nun das Ganze aus einer optimistischeren Sicht: Aus den verbleibenden 8 Spielen sind theoretisch noch 16 Punkte möglich. Zählt man diese zum aktuellen Stand hinzu, wären wir bereits bei 21 Punkten, also gutes Mittelfeld. Am Schluss wird abgerechnet, die Gegner mögen gewarnt sein!

Line Up:

Tor: Hürlimann, Henzirohs
Linie 1: Kälin, T. Hauri, Uebelhard, Ingold
Linie 2: Wiemann, Grütter, von Arx
Linie 3: Bürgi, Kohli, Jäggi, Ackermann
Abwesend: Perriard (krank), Flury (Schnee räumen), L. Hauri (verletzt), Erni (WK)

TSV Unihockey Deitingen III vs. UH Kestenholz-Niederbuchsiten II 8:10 (4:5)
:1 Grütter (Wiemann), 4:2 von Arx (Grütter), 4:3 Hauri (Uebelhard), 4:4 Hauri (Kälin), 4:5 Ackermann (Bürgi), 4:6 Grütter (von Arx), 7:7 Kälin (Uebelhard), 7:8 Kohli (Bürgi), 7:9 Grütter (von Arx), 7:10 Wiemann

Stockfreunde Horriwil vs. Unihockey Kestenholz-Niederbuchsiten II 6:3 (4:1)
1:1 Kälin (Uebelhard), 5:2 Kohli (Bürgi), 5:3 Grütter
Strafen: Grütter 2’ (übertriebene Härte)